Lux 30 - Testbericht

Das Falk Lux 30 ist laut Internet-Seite, auch für Mountain-Bike-Fahren geeignet sein. Das wurde natürlich gleich ausprobiert.
Das Gerät wurde ausgepackt. Als erstes müssen Batterien bzw. Akkus eingelegt werden, vom Typ AA (Mignon). Der Vorteil ist dabei, daß Standard-Akkus verwendet werden können, die leicht gewechselt werden können. Beim Testen fiel aber auf, daß die Akku-Leistung (natürlich abhängig des Typs und dessen Leistung), doch recht schwach ist. Nach nicht mal 3 Stunden, kam die Meldung, daß die Akkuleistung fast verbraucht sei. Allerdings hielt der Akku noch ca. 1 Stunde, aber das kann wohl keine Gewähr sein.
Der gleiche Akkusatz war schon in anderen Systemen im Einsatz, dort lief das System wenigstens 6-8 Stunden.

Dem Gerät lag eine Fahrrad-Halterung bei, die flexibel zwischen Rädern gewechselt werden kann. Dabei wird eine Schlaufe um den Lenker gelegt und festgeklippt. Es mag sein, daß bei langen starken Erschütterungen dies nachgestellt werden muß, aber das dürfte bei allen Systemen so sein. Immerhin scheint es stabil zu sein, denn bei einiger MTB-Fahrt über Downhills und Trails, hielt die Halterung.

Der Lux 30 liegt gut in der Hand, ist nicht so breit wie der Ibex 30. Die Menues sind etwas schlanker, anders aufgebaut, wie beim Ibex 30, aber im Grunde genauso. Da das Display etwas schmäler ist, stört es beim Routing schon, daß links immer ein Pfeil für die Navigation vorhanden ist, egal ob man einem Track oder einer berechneten Route folgt.

Ein Track kann direkt per Explorer auf den Lux 30 übertragen werden, ins Verzeichnis \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\GPSImport.
Dieser Track wird dann in der Trackliste aufgelistet, incl. div. Informationen.
Ein Höhenprofil wird auch errechnet.
Der Track kann quasi als Route übernommen werden, dann fährt man dem Track nach. Das klappt wie bei anderen Systemen auch. Auffällig war jedoch, daß die GPS-Genauigkeit manchmal ungenau war. Obwohl man an einer Kreuzung im Wald stand, war man laut Lux 30 doch noch ca. 50 m davon entfernt. Bei einem parallel mitgeführem Garmin mit OSM-Karte, war das ganz genau richtig angezeigt.
Auffällig war auch, daß es im Wald, doch sehr viele Wege fehlten, das war bereits beim Ibex 30 auch aufgefallen. Da wäre es ggf. gut, wenn baldigst OSM-Karten als Alternative unterstützt werden, was laut div. Forums bereits bald der Fall sein sollte (wäre im Juli/August 2012 noch im Beta-Test).

Beim Routing kann man sehr gut das Ziel auswählen. Ort, Straße und Hausnummer werden sehr schnell gefiltert, d. h. die die Möglichkeiten an Buchstaben stehen zur Verfügung, wie es Ort und Straßen gibt. Somit ist eine Suche sehr schnell erfolgt.
Für den Weg gibt es div. Einstellmöglichkeiten, ob man als Radfahrer oder Fußgänger unterwegs ist, ob Straßen/Radwege/Waldwege/Fähren, etc. genutzt werden sollen oder nicht, ob der kürzeste Weg es sein soll oder doch etwas sportlicher, etc.
Als Alternative gibt es immer 2 weitere Ziele. Weicht man vom Routing dann ab, wird man darauf hingewiesen, allerdings wie beim Auto: Bitte in 200 m wenden. Auffällig ist auch das Verhalten wie beim Auto: Fahren Sie 2 km die Straße entlang (und das im Wald). Weiterhin sehr ungewöhnlich: Biegen Sie in 200 m links ab. Leider verlief der Weg erstmal nach rechts, dann konnte man links abbiegen. Sehr verwirrend als Radfahrer. Das mag im Auto sinnvoll sein, aber nicht für das Radfahren.
Leider fehlen viele Wege im Wald, so werden leider im MTB-Bereich nicht gerade kurze und schöne Wege verwendet, sondern man wird doch eher außenrum gelotst. Für Tourenfahrer mit allgemeiner guten Infrastruktur ist das System ausreichend, für MTB-Fahrer noch sehr verbesserungswürdig.

Das Display konnte immer gut abgelesen werden. Man muß aber ggf. den Einstellwinkel anpassen, denn je nach Sonneneinstrahlung kann es schon sein, daß es schwerer wird. Ansonsten ist alles gut lesbar.

Das Gerät kostet derzeit ca. 380 Euro (August 2012). Eine Länderkarte (z. B. Deutschland) ist dabei. Für den Preis erhält man schon ein recht gutes Gerät mit einer Routingmöglichkeit. Allerdings sollte man die schlechte Akkuleistung und die derzeit fehlende direkte OSM-Unterstützung durch Falk berücksichtigen. Auch an der Genauigkeit sollte noch gearbeitet werden.

Was auffällt:
- System ist nicht so globig, hat die Breite wie ein Smartphone, wie viele andere Navigationsgeräte. Ist jedem selber überlassen, ob er eher ein breites oder schmales System möchte.

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