Garmin Oregon 600

Garmin hat im Jahr 2013 die Oregon-Serie verbessert, es kamen viele Erfahrungen aus dem Montana hinzu, sowie viele kleine Detailverbesserungen.
Ich selber habe mir das Garmin Oregon 600 gekauft.
Das Oregon 600 kostet beim Versandhandel ca. 300 Euro, bei Garmin auf der Webseite kostet es 379 Euro. Wo man es kauft ist jedem selber überlassen.

Das Garmin Oregon 6xx gibt es in div. Varianten:

Modell 600:
Standard-Version

Modell 600T:
Standard-Version + Topografische Karte 1:100000

Modell 650:
Standard-Version + Kamera 8MP.

Modell 650T:
Standard-Version + Topografische Karte 1:100000 + Kamera 8MP.

Ich hatte vorher ein Garmin Oregon 550T, die damalige Vollausstattung. Für das Radfahren hatte ich nie das Navigerät vom Lenker genommen und Fotos gemacht. Dafür hatte ich immer meine separate Kamera. Wer allerdings Fotos mit GPS-Tags haben möchte, für den ist die Kamera-Version sinnvoll.

Von der Topografischen Karte 1:100000 war ich damals sehr enttäuscht. Damit konnte ich nichts anfangen, da es inzwischen auch OSM-Karten gibt, die kostenlos sind und mehr bieten.

Daher habe ich mich für ein Garmin Oregon 600 entschieden.

Die Verpackung kommt klein und schlicht an, allerdings ist das Gerät optisch gut sichtbar.
Die Verpackung geht rechts und links leicht zu öffnen, ohne etwas aufreisen zu müssen.
Auf dem Gerät ist ein Aufkleber mit einer Karte aufgebracht, der Display-Schutz. Schade, daß ein Bild aufgedruckt ist, so muß man diesen Schutz definitiv abziehen.
Weiterhin ist eine Beschreibung, ein USB-Kabel und eine Halterung für die Jacke dabei.

Akkus bzw. Batterie fehlen, aber es können 2 AA-Akkus eingesetzt werden. Wer den nicht mitgelieferten Akku-Pack von Garmin kauft (ca. 20-30 Euro), kann diesen sogar im Gerät aufladen lassen.
Tipp:
Ein Stück Pappe über den Kontakt legen, der von schwarzen Enelop-Akkus runtergedrückt wird. Diese können dann direkt im Gerät aufgeladen werden. Ob andere Akkus auch gehen, muß man selber testen.

Die Oberfläche ist nun etwas flacher, gegenüber den alten Oregons, man hat nicht mehr diese Badewanne, in der sich das Wasser bei Regen sammelt. Das Display ist mehr an die Smartphones angelegt.
Das Display ist sehr berührungsempfindlich. Für die Fingerbedienung ist das gut. Allerdings reagiert das Display auch auf Regen und reagiert ständig. Daher werden ständig Aktionen durchgeführt.
Tipp:
Display-Sperre mit dem Einschalter aktivieren. Dann wird nichts mehr verstellt. Allerdings kommt immer wieder mal die Meldung, daß man die Display-Sperre erst deaktivieren muß, aber diese verschwindet wieder.

Das Gerät läßt sich wie gewohnt rechts einschalten, allerdings gibt es dort 2 Tasten, man muß die obere nehmen.

Bei der Ersteinrichtung wird die Sprache abgefragt, dann kann man quasi schon loslegen. Die Datums- und Uhrzeit wird dann per GPS abgefragt und entsprechend gestellt.
Eine Basiskarte ist vorhanden, diese zeigt ungefähr das Autobahnnetz an. Für das Radfahren sehr praktisch, denn dort darf ich mit dem Fahrrad NICHT fahren !!!!

Ich selber habe gleich meine alte TOPO-Karte auf der Micro-SD-Karte eingelegt (Alternativ gehen auch OSM-Karten). Damit konnte ich gleich losfahren.

Tests:
Das Display ist gut, alles ist klar erkennbar. Für die Sonne habe ich das Display recht dunkel gestellt, ich konnte trotzdem alles gut erkennen. Allerdings spiegelt das Display etwas, manchmal muß man leicht schräg draufschauen oder das Gerät leicht schräg montieren.

Die Menueführung ist anders gegenüber dem alten Oregon. Aber leicht zu bedienen. Man kann wie bei einem Smartphone besser wischen. Elegant.

Beim Routing hat sich nicht viel getan. Auf kurze Distanz kommt man ans Ziel, aber Auswahlmöglichkeiten gibt es keine, nur fest hinterlegte Parameter, die man in den Einstellungen vorher anpassen muß. Da sind Falk-Geräte weiter.

Die Halterung ist wie üblich, nur ein Klipp auf dem Lenker, der mit Kabelbindern festgemacht wird. Früher ist der immer gerutscht, nachdem ich aber ein Band darunter gemacht habe, ist es stabil, egal für welches Garmingerät.

Die Akkuzeit ist trotz neuer guter Enelop-Akkus leider sehr bescheiden. Meine Akkus hielten ca. 6-8 Stunden, dabei wahr ich schon mit schwachem Licht auf dem Display unterwegs. Ich habe immer Ersatzakkus dabei, falls die Tour länger dauert.

Fazit:
Ich finde die Kartendarstellung gut. Ich plane meine Tour am PC, ein Notrouting kann ich auch verwenden.
Die Darstellung des Displays ist gut, ich kann auch andere OSM-Karten verwenden, vor allem wenn man nur mal kurz im Urlaub ist.
Nun kann man die Akkus auch direkt im Gerät aufladen, das ist eine sehr gute Option.

Update Erfahrungswerte Juli 2014:
Beim Alpencross war das Oregon 600 ebenfalls dabei.

positiv:
- Das Gerät lief immer gut, es gab keine Aussetzter.
- Die Position wurde immer klar angezeigt.
- die extremen Höhen (über 3100 m) machten dem Gerät nichts aus.
- Das Display war immer gut ablesbar, egal wie die Sonne stand (in flachen Regionen ggf. mal leicht den Blick drehen).
- positiv erwies sich, daß man mehrere Tracks gleichzeitig darstellen kann, bezügl. Alternativen (beim Edge ging das nicht; dort wurde immer nur EIN Track angezeigt, keine Alternativen)

negatives:
- die Akkuzeit von ca. 5-6 Stunden war immer schlecht, ebenfalls vorher/nachher in der Rhein-Main-Region. Ein 2. Akkusatz ist Pflicht, den man unterwegs schnell wechseln kann
- Das Touchdisplay ist zwar gut zu bedienen, aber bei Regen verursacht dieser ein ständiges Geklicke und verstellt alles. Daher muß immer der Tastenschutz eingeschaltet werden, ansonsten wird man verrückt.


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