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22.09.2015 erstellt von: Matthias Theumer


Erfahrungsbericht zu CombeGPS TwoNav Sportiva2+

Erster Eindruck
Kleines, leichtes und handliches Outdoor-GPS-Gertät. Nach dem ersten Einschalten und herumspielen in den Menüs zeigt sich eine komplexe Menüstruktur.


Ausstattung & Zubehör
Im Paket befinden sich ein Herzfrequenzsensor sowie Tritt- und Geschwindigkeitssensor für die Montage an einem Fahrrad.
Neben dem GPS-Gerät mit herausnehmbaren Liion-Akku befindet sich ein USB-Steckerladegerät samt Kabel, eine Fahrradhalterung und eine Schnellstartanleitung im Paket.

Kartegrundlage
Die Topographische Karte war aktiv und wurde als Kartenhintergrund genutzt. In detailreichen Zoomstufen wurde die Karte oft unscharf dargestellt. Durch Heraus- und wieder hineinzoomen konnte das meistens behoben werden, so dass eine scharfe Karte sichtbar war. Den Kartenstand habe ich nicht herausgefunden. Teilweise veraltete Karten festgestellt.

Hardware
Das Gerät macht einen robusten Eindruck und liegt gut in der Hand.

Das Display neigt im Freien teilweise zu starker Reflexion. Im Wald ohne direkte Sonneneinstrahlung sind die störenden Reflexionen deutlich geringer. Im Wald oder nicht direktem Sonnenleicht reicht eine Beleuchtungsstärke von ca. 20% für die Benutzung aus. Im direkten Sonnenlicht sollte die Beleuchtungsstärke aber auf ca. 75% hochgesetzt werden – Restreflexionen bleiben aber trotzdem. Auch der Betrachtungswinkel spielt eine Rolle: aus ca. 45-50 Grad war die Sicht auf das auf den Lenker montierte Gerät am besten. Direkt von oben auf das Display schauen zeigte da mehr Reflexionen.
Regen beeinträchtigte die Funktionalität und Bedienung des Gerätes nicht.

Den Brustgurt hatte ich bei einer Testfahrt ausprobiert. Die Kopplung per Ant+ hatte ich am Sportiva2+ nicht hinbekommen, dafür aber am Falk Panterra. Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor wurden nicht benutzt.

Fahrradhalterung: auf den ersten Blick wirkt die Fahrradhalterung materialtechnisch leicht zerbrechlich. Etwas fumelig ist die Durchführung der Kabelbinder, da die kleine Adapterplatte einfach lose ist (um 90° drehbar). Mit Kabelbindern am Lenker befestigt, macht das eingeschobene und eingerastete und durch die Schraube zusätzlich gesicherte Gerät einen gut befestigten Eindruck. Auch auf unbefestigten Wegen blieb das Gerät sicher am Lenker befestigt.

Bedienung
Die beiden Tasten, je eine links und rechts, sind gut bedienbar. Im Vergleich dazu sind die seitlichen Tasten beim Falk Ibex 32 deutlich schwerer bedienbar (als Quervergleich).
Das Touch-Display lässt sich einigermaßen gut mit dem Finger bedienen. Perfekt ist der an der Handschlaufe enthaltene Eingabe-Pin: damit ist ein zielgenaue Eingabe und das Auswählen der kleinen Funktionsflächen für die verschiedenen Menüfunktionen möglich.


Navigation
Gezeichnete Tracks wurden per eingelegter Mikro-SD-Karte im Gerät gefunden. Allerdings die von Garmin gewohnte einfache Aktivierung von Tracks konnte ich nicht starten. Die verschiedenen Tracks auf der eingelegten Speicherkarte (mit individuellen Dateinamen versehen) wurden im Sportiva2+ lediglich als Track1, Track2 usw. angezeigt – das ist leider wenig übersichtlich.

Fazit
Ein kompaktes und leichtes Outdoor-GPS-Gerät. Der austauschbare Liion-Akku reicht mit ein wenig Energiemanagement mindestens für einen Tag. Ein zweiter Akku oder ein externer USB-Akkupack sind auf längeren Touren ohne Nachlademöglichkeit eine sinnvolle Ergänzung.
Die Menüstruktur verlängt eine sehr intensive Einarbeitung, damit man die Funktionen auch richtig nutzen kann.

Kurz zu meiner eigenen Erfahung mit GPS als Hintergrundinformation: Meine eigene GPS-Erfahrung startete ich ca. 2007 mit einem Garmin GPSMap60csx, das nach etwa 5-6 Jahre Nutzung durch das Nachfolgemodell 62s ersetz wurde. Die Falk Geräte kenne ich durch den Leihgerätepool des ADFC (bisher 2-3 x für GPS-Workshops /-Infoabende ausgeliehen).



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